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LOGICUS für Schulanfänger

Lernschwierigkeiten am Schulanfang 
Viele Kinder kommen  - oftmals trotz guter Intelligenz - mit unzureichenden Lernvoraussetzungen in die Schule. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden zu Beginn des laufenden Schuljahres 2009/10 in Deutschland 734 350 Kinder eingeschult. Lese- Schreibschwierigkeiten betreffen etwa 8–15 Prozent aller Kinder im Einschulungsalter. Von Rechenstörungen sind 6 - 7 % der Kinder betroffen.
Für die Eltern kommt es oft völlig überraschend, wenn bei ihrem Kind in der Schule plötzlich Lernprobleme auftreten, weil ihre Kinder sich vor dem Schuleintritt altersentsprechend verhielten. Ihre Kinder bauen neben den vorhandenen und wachsenden Lerndefiziten auch Frustrationen und Versagensängste auf. Studien zeigen, dass es sich bei vielen frühen Lernschwierigkeiten nicht um vorübergehende Probleme handelt. Lernschwierigkeiten wachsen sich nicht automatisch aus, sondern verfestigen sich in aller Regel oder weiten sich sogar aus, wenn Kinder keine entsprechende Unterstützung erhalten. Ein bloßes Abwarten und Hoffen, das wächst sich aus, führt oft in einen Teufelskreis von Lernstörungen, die das Kind und die Bezugspersonen stark belasten. Lesen Sie mehr.

Lernschwierigkeiten potenzieren sich
Auch die Bertelsmann-Studie: „Klassenwiederholungen - teuer und unwirksam“ bemängelt, dass in Deutschland der Zeitpunkt wirksamer Unterstützung einer frühen schülerorientierten Förderung verpasst wird. Es wird gefordert, für die Verbesserung schulischer Leistungen Konzepte zur individuellen Förderung anzubieten.

Langzeitkranke Schulanfänger
Geschätzt 10–15 %  der Kinder im Schulalter sind chronisch krank. Grundsätzlich ist bei diesen Kindern besonderer Förderbedarf anzunehmen, wenn sie lang andauernd oder wiederkehrend erkrankt sind. Damit der Lernabstand nicht zu groß wird und sie möglichst wieder Anschluss an den Unterricht ihrer Klasse finden, sind auch diese Kinder möglichst intensiv zu fördern. Die Arbeit am Stoff der Klasse muss entsprechend reduziert aufbereitet werden. Wir helfen Ihnen dabei mit unseren persönlichen Lernmodulen. Erfolgserlebnisse sind für kranke Kinder besonders wichtig.

Lese-Schreib-Schwierigkeiten am Schulanfang
Beim Erwerb von Schreiben und Lesen wirken eine Vielzahl von Teilleistungen zusammen, die bei vielen Schülern mit Lese-Schreib-Schwierigkeiten nicht ausreichen geübt und gefestigt wurden. Diese Teilleistungen sind u. a.:
-     Optisch ähnliche Buchstabengestalten erkennen und voneinander unterscheiden können.
-     Den Buchstabengestalten die richtigen Buchstabenlaute zuordnen können.
-     Klangähnliche Buchstaben voneinander unterscheiden können.
-     Unterschiedliche Buchstabenlaute sprachlich realisieren können.
-     Buchstabengestalten schreibmotorisch wiedergeben können.
-     Beim Schreibvorgang die Buchstabenlängen und die Raumlage von Buchstaben beachten.
-     Rhythmische Gliederungen wie Silben und Buchstabenverbindungen in Wörtern optisch und
      akustisch erfassen und schreibmotorisch realisieren können.   
-     Buchstaben- und Lautfolgen (Wörter) optisch und akustisch im Sprachgedächtnis speichern
      und wieder abrufen können. 
Auch ein intaktes Hör- und Sehvermögen sind eine wichtige Voraussetzung zum Lesen- und Schreibenlernen, ebenso eine stabile Blickrichtung.

Rechenschwäche am Schulanfang
Kinder mit Rechenschwäche konnten keine Zahlen- und Mengenvorstellung aufbauen. Rechenoperationen gelingen oft nicht, sie behalten meist Abzählstrategien bei. Es fehlen die Kenntnis der mathematischen Grundbegriffe und Einsichten in den Aufbau des Zahlensystems. Bedingt durch die Lücken in den Grundlagen und Vorkenntnissen können die Kinder schon im Anfangsunterricht den neuen Stoff nicht mehr begreifen, bleiben immer weiter zurück und können neu Erlerntes nicht mit Vorwissen verknüpfen.
Die Rechenschwäche wird oft viel zu spät erkannt, obwohl die Ursachen in den ersten Grundschuljahren oder davor liegen. Dementsprechend muss eine individuelle Förderung darin bestehen, die fehlenden Grundlagen neu aufzubauen und zu üben. Ein solcher Neuaufbau der mathematischen Grundlagen kann am Besten in der Einzelförderung erfolgen und benötigt viel Zeit, begleitend zum Schulunterricht.